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Welche Materialien braucht ihr für die Arbeit mit Resin?


Ihr seid Anfänger und wollt in das Thema Kunstharz einsteigen? Vielleicht plant ihr nur ein kleines Projekt, um zu sehen ob ihr Spaß daran habt? Dann ist dieser Blogbeitrag genau das Richtige für euch. Ihr bekommt für den Einstieg eine übersichtliche Materialliste and die Hand. Der Werkstoff Resin ist teuer genug, die Verbrauchsmaterialien müssen es allerdings nicht sein.





Die Vorbereitung:

Es genügt, wenn ihr einen kleinen Tisch mit der Wasserwaage austariert und diesen mit einer Mülltüte abdeckt. Zur Not kann man auch auf dem Boden arbeiten. Das Resin lässt sich von Plastikmüllsäcken gut abziehen. Dabei gilt: Je glänzender die Plastikoberfläche, desto besser löst sich das Resin.






Als weiteres Verbrauchsmaterial benötigt ihr einen großen Plastik-Mischbecher mit Skala. Günstig bekommt man so etwas im Ein-Euro-Shop. Je flexibler der Mischbecher ist, desto besser. Diesen verwendet ihr, um die benötigte Menge Resin anzumischen. Silikonbecher lassen sich auch verwenden, jedoch wird dieser mit der Zeit bröselig und die Reinigung macht mehr Arbeit. Passend zur Bechergröße wählt ihr noch einen Rührstab aus Plastik aus. Ein Teigschaber geht auch.



Zum Mischen der einzelnen Farben benötigt ihr kleinere Plastikbecher. Noch besser ist es, Joghurtbecher für die Arbeit mit Resin zu recyceln. Zum Mischen könnt ihr Plastikmesser verwenden. Ich benutze auch gerne die kleinen Meßlöffel von Babynahrung, diese lassen sich jahrelang weiterverwenden. Mit Küchenpapier könnt ihr den Mischspatel nach Gebrauch reinigen, die Mischbecher lasst ihr einfach kopfüber auf der Plastikoberfläche liegen, das Resin kann am nächsten Tag abgezogen werden.




Für eure ersten Projekte empfehle ich euch auch den Einkauf im Euro-Shop. Hier findet ihr alle oben genannten Verbrauchsmaterialien. Dort findet ihr auch günstige Muffin- Silikonformen für eure ersten Versuche. Achtet bitte nur darauf, dass das Silikon glänzt, dann glänzt nachher auch euer Objekt aus Kunstharz. Ein paar günstige Dekoobjekte aus Holz eignen sich wunderbar zum Üben. Wenn ihr dann weiter fortgeschritten seid im Umgang mit Resin, könnt ihr euch an die teuren Malgründe und Silikonformen für Harz wagen.


Eure Arbeitssicherheit:


Am besten tragt ihr alte, langärmelige Kleidung, denn Resin bekommt ihr von Stoffen nicht mehr abgelöst. Nitrilhandschuhe schützen eure Haut, denn diese sollte nicht mit Resin in Kontakt kommen. Ihr könnt zwei Paar übereinander anziehen, dann lassen sie sich leichter wechseln.





Bei manchen Kunstharzen reicht laut Herstellerangaben ein gut belüfteter Raum zur Arbeit mit dem Harz aus. Es sind aber nicht alle Harze gleich, deshalb lest euch die jeweiligen Herstellerangaben bitte durch. Im Zweifel tragt ihr am besten eine Atemschutzmaske, die Kombinationsfilter Klasse A2P2 ist die richtige für den Umgang mit Resin (ist auch für Lackierer geeignet).




Die Arbeitsgeräte:



Mit dem Bunsenbrenner oder Flambierrenner kann man Bläschen auf der

Oberfläche des Harzes gut beseitigen, ohne das Kunstwerk durcheinanderzuwirbeln.









Mit dem Heißluftföhn (kein Haarfön!) kann man Effekte in sein Kunstwerk zaubern. Bei einer hoch eingestellten Temperatur kann man aber auch mit ihm die Bläschen auf der Oberfläche beseitigen. Wer vor der Entscheidung steht Bunsenbrenner oder Heißlufpistole sollte sich eher für den Heißluftfön entscheiden. Bitte darauf achten, dass er mehrere Gebläse- und Temperaturstufen hat.




Untergründe für eure Kunstwerke


Hier kommt es darauf an, was ihr vorhabt. Wollt ihr Silikonformen verwenden, um Formen oder Untersetzer zu gießen? Oder möchtet ihr ein Wandbild herstellen?


Wenn ihr in Silikonformen gießen möchtet, könnt ihr diese etwa 20x, bei guter Pflege sogar öfter wiederverwenden. Die Seiten der Silikonform sollten möglichst dickwandig sein. Sie leiern sonst schnell aus. Die Oberfläche sollte glänzen, dann bekommt ihr auch ein schönes Ergebnis.




Als Untergrund für Bilder bieten sich Holzmalgründe an, mit diesen arbeite ich ganz gerne. Bei größeren Projekten solltet ihr diese jedoch vorher mit Gesso grundieren. Leinwände kann ich nicht empfehlen, der Untergrund sollte für Resin möglichst starr sein.







Falls ihr euer Bild an den Rändern abkleben möchtet, eignet sich ein gutes Klebeband für Maler. Ich benutze gerne das blaue Malerband von Tesa.








Das Kunstharz:




Die Wahl des richtigen Resins davon abhängig, was ihr damit vorhabt. Wollt ihr tiefe Formen gießen von mehr als 1-2cm Höhe, dann braucht ihr ein Gießharz (Casting Resin). Für die Oberflächenveredelung und zur Herstellung von Bildern braucht ihr ein etwas zäheres Harz. Ich verwende meistens FauxRizzle Art Resin UV+. Hier gibt es auch eine Probiergröße*, falls ihr es mal ausprobieren wollt. Es kommt aus den USA und kann nach Deutschland geliefert werden.



Möchtet ihr euch für ein anders Resin entscheiden, dann sucht euch bitte nicht das Billigste aus dem Baumarkt aus, sondern lest vorher die Kundenbewertungen und informiert euch. Es gibt etliche Harze, die schnell gelb werden oder für die Kunst einfach nicht geeignet sind. Gerade am Anfang sollte man in ein gutes Resin investieren, sonst stellt sich schnell Frustration ein. Spart lieber an anderer Stelle (im Euro Shop 😉).


Farben:


Resin kann mit verschiedenen Färbemitteln eingefärbt werden, bitte nicht mehr als 6% Färbemittel zur Harz-Härter Mischung geben, sonst kann die Aushärtung beeinträchtigt werden. Farben können auch untereinander gemischt werden. Nicht geeignet sind:

  • Ölfarbe

  • Wasserfarben

  • Alle Färbemittel, die Wasser oder Fett enthalten

Hier ein Überblick über die Möglichkeiten, das Resin einzufärben:


Die Pasten sind hochpigmentiert, man braucht nur eine geringe Menge. Das Ergebnis ist sehr brillant und glänzend, es lassen sich besonders schöne Effekte und Zellen erzielen. Sie enthalten jedoch eine Komponente des Harzes, weshalb man sie nur für die Arbeit mit Resin verwenden kann. Das Töpfchen hält nach Anbruch etwa ein Jahr.



Die puderförmigen Pigmente lassen sich gut mit den Pigmentpasten kombinieren und ergeben so aussergewöhnliche Effekte. Sie müssen gut mit dem Resin vermischt werden. Man kann die Pigmente auch für andere Medien verwenden, falls man nicht nur mit Resin arbeiten möchte. Trocken und lichtgeschützt gelagert halten sie jahrelang.



Alcohol Inks sind besonders gut geeignet für transparente Farbschichten oder besondere Effekte im Resin, sogenannte Petri Art. Sie sind jedoch nicht UV-beständig und benötigen einen zusätzlichen UV-Schutz nach dem Aushärten (Schutzfirnis).






Acrylic Inks sind im Gegensatz zu Alcohol Inks deutlich deckender und lichtecht. Man benötigt nur wenige Tropfen, um das Resin einzufärben, da sie hochpigmentiert sind. Sie halten sich auch mehrere Jahre und lassen sich mit vielen anderen Maltechniken kombinieren.





Auch mit hochwertigen Acrylfarben lässt sich euer Harz einfärben. Hier dürft ihr aber auf keinen Fall Wasser hinzugeben, das verträgt sich nicht mit Resin. Im Vergleich zu den Pigmentpasten trocknet das Resin mit Acrylfarbe etwas matter. Gerade zu Beginn könnt ihr mit den Farben experimentieren, die ihr schon zu Hause habt.




Wenn ihr euch noch nicht sicher seid, ob ihr mit Resin weiterarbeiten wollt, würde ich euch Pigmente in Puderform, Acrylic Inks und Acrylfarbe für den Anfang empfehlen, diese könnt ihr auch mit anderen Malmedien weiterverwenden, die Pigmentpasten nicht. Ausserdem könnt ihr Resin noch kombinieren mit Sprühlacken, Glitzer, Sand und weiteren Dekoelementen, eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Dies war ein Überblick über die Materialien, die ihr für den Einstieg braucht. Ich hoffe, es hat euch weitergeholfen. Arbeitsabläufe zum Mischen des Resins findet ihr hier:



Diese könnt ihr gerne ausdrucken und euch am Anfang daran orientieren. Schreibt mir gerne in den Kommentaren, welche Materialien ihr ausprobiert habt und empfehlen könnt. Viel Erfolg und Kreativität wünscht euch


Julia Knoll

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Über die Autorin

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Dr. Julia Knoll

Dr. Julia Knoll ist Künstlerin aus Ulm, Deutschland. 2018 entdeckte sie ihre Passion für "Fluid Art", hierbei werden aus verflüssigten Farben abstrakte Kunstwerke geschaffen. Sehr bald spezialisierte sie sich auf das Medium Kunstharz (Resin). Die spiegelglatten Oberflächen , die man mit Hilfe dieses Mediums erzeugen kann und die Möglichkeiten, dreidimensionale Objekte herzustellen machen es zu einem einmaligen Werkstoff in der Kunst. Spielend leicht erscheint die Handhabung des Resins in den Videos, folgt ihr gerne auf ihrem Instagram Account für alles rund um Kunst und Resin.

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